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23.06.09

Tauss und die Piraten

Herr Tauss ist bei den Piraten eingetreten. Zeitgleich wir über ihm ein ganzer Güllewagen mit Mist ausgelehrt. Kinderpornos soll er besessen und verbreitet haben.

Da ich nicht alles glaube, was in der Verlogenen Zeitung mit den Großen buchstaben steht, wollte ich mich mal schlau machen und rechnete bereits mit einer längeren suche....

Aber die mühe hat sich schon jemand anderes gemacht.

Gut duchrlesen und drüber nachdenken...

19.06.09

Ein Schwarzer Tag...



Ein Rabenschwarzer Tag für alle Menschen, die sich mit Internetnutzung auskennen...

16.06.09

Käfer Kochen

Ok, eine Warnung vorweg:

Personen mit Empfindlichen Magen und/oder anerzogenem Ekel gegenüber Insekten mögen jetzt bitte GANZ SCHNELL das große X oben Rechts im Browserfenster suchen und anklicken und dernach diese Site niemals wieder öffnen.

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Noch Jemand da ?

Gut.

Also, vorweg ein parr Sachliche Argumente zum Thema "Insekten Fressen" (Die Zahlen sind Relativ alt (Stand 1996) , wenn jemand dazu Aktuellere Zahlen findet, dann würde ich sehr gerne davon Erfahren :) ) :

1.) Insekten sind Lecker.
Glaubt einem irgendwie keiner und ist daher als Argument auch kaum nützlich, aber ich Schwöre bei allem, was mir heilig ist: wenn man den ersten Ekel mal überwunden hat und wirklich anfängt zu SCHMECKEN (und nicht Reflexartig wieder hochzuwürgen, weil man's so gelernt hat), dann bemerkt man sehr schnell, das Insekten einen sehr intensiven (und nicht notwenigerweise unangenehmen) eigengeschmack haben.

2.) Insekten sind Gesund für Mensch und Umwelt
Insekten machen gut und gerne 60% der Nicht-Mikrobiotischen, Nicht-Pflanzlichen belebten Umwelt aus, brauchen zum Herranwachsen nur knapp das 4-fache ihres körpergewichtes an Eigennahrung (im vergleich zum fast 50-Fachen für Rind und Schwein) und haben eine Reproduktionsrate, die jeden Königsrammler aus der Kaninchenzucht vor Neid erblassen läst... und da sind Wirtschaftlich gezüchtete Honigbienen und Hummeln bereits rausgerechnet. Sie bestehen zu beinahe 90% aus Eiweis, welches für den Menschlichen Körper zu fast 100% verwertbar ist. Insekten sind eine wahre Proteinbombe mit so gut wie keinerlei schwer für den körper zu verarbeitenden gesättigten Fettsäuren. Desweitweren sind Insekten nahezu immer und überall anzutreffen und in ihrer Anzahl so gigantisch, das es die Arterhaltung kaum stören wird, wenn wir ein paar Millionnen pro Jahr vertilgen. Desweiteren sind viele "Schädlinge" aus der Landwirschaft für den Menschen Problemlos verdau- und verwertbar und zeitgleich ungiftig. SO macht man Schädlinge zu Nützlingen.
(Beispiel: Der Mensch kann keine Kartoffelpflanzen Futtern, von der Knolle herself ma abgesehen. Aber Kartoffelkäfer können das... und Kartoffelkäfer sind recht bekömlich...)


3.)Insekten werden überall gegessen
Insekten spielen eine große Rolle auf den Speiseplänen vieler Menschen auf fast allen Kontinenten. Unter heutigen Steinzeitkulturen ist der Verzehr von Insekten weit verbreitet, ein Indiz dafür, daß Menschen schon immer auf diese Nahrungsquelle zurückgegriffen haben. In seßhaften Kulturen haben Insekten anscheinend an Attraktivität verloren. Auch hier jedoch werden sie von vielen konsumiert, nicht zuletzt von ökonomisch oder gesellschaftlich Schwächeren. Insekten finden sich aber auch in besonders edlen und teuren Speisen. Nur in Europa und Nordamerika ist ihr Verzehr ungewohnt. Warum nicht einmal ausprobieren, was für viele Millionen Menschen völlig normal ist?

Aber, Um Objektiv zu Bleiben, was Spricht gegen Insekten?

Das Hauptargument ist dabei:

1.) Insekten sind Schmutzig
Das ist, mit verlaub, ausgesprochener Blödsinn. Inselten sind ausgesprochen reinliche Tiere. Wer schonmal einer Stubenfliege bei der Intensiven Körperpfelege zugesehen hat, der wird das Bestätigen können. Ansonsten sind lediglich die Mikrobiotischen Krankheitserregen auf- und in den Insekten bedeutsam, und die gibt es bei Fleisch (Maul und Klauenseuche, BSE, Vogelgrippe... ) und Gemüse (Fuchsbandwurm, Schimmelpilze, Mutterkorn) genauso wie bei Insekten... und ein nicht gerringer Teil davon läst sich durch einfaches Kochen, Tiefkühlen oder Braten abtöten. Das Virus/Bakterium/Pilz, das DARAN nicht eingeht, das hat es sich Evolutionör gesehen IMHO auch verdient, eine kleine Pandemie auszulösen ;) (zumal die Medien da gerne eine völlig überzogene Panikmache vorschieben... ECHT gefährlich sind nur wenige Krankheiten für einen gesunden Menschen.)

2.) Aber Insekten sind EKLIG!
Sind sie nicht... Da Steht nun Meinung gegen Meinung. Natürlich kann es sein, das einem gebratene Heuschrecke nicht grade mundet, aber das ist bei allen anderen Arten von Mittagessen ja ganz genauso.. ich z.B. bekomm das kalte würgen schon beim Anblick von Nudel- und Kartoffelsalat oder beim geruch von Rosenkohl...

Fazit:
Es gibt keinen Grund, Insekten Per-See vom Speiseplan zu verbannen, ausgenommen mal anerzogener Ekel (und den zu überwinden ist, zugegeben, echt en' hartes stück Brot, das durfte ich selbst bei meiner erste Frittierten Heuschrecke herrausfinden...)


So, nachdem wir nun Pro und Contra abwägen konnten (ergänzungen bitte per Post anfügen, ich werd das ganze per Edit einarbeiten) scheuen wir nun mal, wie wir an knackig.frische Käfer fürs Mittagessen kommen...

In Deutschland geht der schnellste, günstigste und bequemste weg in eine Zoohandlung, in der auch "Exotische" Haustiere verkauft werden (Leguane, Geckos, Voglespinnen ect...) Hier kann man häufig "Lebendfutter" für diese Tierchen erwerben. Dieses Besteht nicht selten aus Mehlwürmern und/oder Heuschrecken. "Lebendfutter" ist hierbei wichtig: Nur wenn die Grillen noch Zappeln, kann man sich sicher sein, das das Essen auch "Frisch" ist. Nachdem man sich entschieden hat, was denn so in die Pfanne kommt (ich empfehle fr den anfang tatsächlich Heuschrecken; klein oder Mehlwürmer) sollte man schnell nach Hause fahren und die Tierchen ins Tiefkühlfach stopfen. Zwischen Kauf und Einfrieren sollte nach möglichkeit weniger als einer Stunde vergehen, da die Tierchen einen nicht zu unterschätzenden hang zum Kanibalismus unter Hunger aufweisen.

Das Einfriehren ist für die Tiere eine "nahezu-Natürliche" Todesart. De Insekten fallen /wie in freier Wildbahn auch) zunächst in eine Kältestarre und geben bei c.a. -10°C ihre Lebensfunktionen auf. Die ganze Prozedur läuft für die Insekten Wissenschaftlich erwiesen Schmerzfrei ab. Wann die Tiere exakt "Eingeschläfert" sind ist nicht ganz einfach zu sagen. Wer wirklich 100% sicher gehen will, das die Tiere ihr Lebenslicht ausgehaucht haben, kann eine 200ml-päckchen O-Saft (Sunkist, Caprisonne ect...) mit ins Tiefkühlfach geben: Wenn der Saft festgefrohren ist, sind's die Käfer im normalfall auch.

Der Nächste zwischenschritt ist gerade für Anfänger im bereich "Insekten-futtern" angebracht:

Die Tiefkühlkrabbler von Beinen, Flügeln und Köpfen befreien.

Nicht, das das Zeug nicht verdaulich oder giftig währe, aber ein (aus ekel) unzureichend gekautes Heuschrekenbein kann im Hals das gleiche anrichten wie eine Fischgräte (-> Ersticken) und nicht jeder kommt leichter über den Kulturschock beim Essen weg, wenn ihn die Mahlzeit aus 10.000 niedlichen Facetaugen mit geöffneten Cheliceren und abbrechenden Fühlern anglotzt.

Dernach kann man allerlei Nette dinge mit den Insektentorsos anfangen. Fritieren ist für den Anfang meisrtens ganz gut, aber auch auf einem Holzspieß über den Grill kann mann allerlei damit anfangen. Im Prinzip kann man mit Insekten alles machen, was auch mit Garnelen, Krebsen oder Scampis geht (der Körperbau und der Geschmack sind eh recht ähnlich, wenn auch eher Herb und weniger Salzig)


Ein Tip noch zum Schluss:
Insekten immer mit dem "Kopfteil" (soweit erkennbar) vorran in den mund stecken, sollange man sich an das "Mundgefühl" fpr derartige Speißen noch nicht gewöhnt hat... ein aufplatzender Hinterleib, der seine Gedärme in die Rachengegend Schleudert, wo diese dann lustlos rumkleben, ist nicht jedermanns fall... ;)

Mehr rezepte mit Krabblern demnächst.

13.06.09

Now Playin'...

Wiedermal Chronique.

  


Die Jungs sind einfach Klasse :)

Ich werd mich mal um ne Konzertkarte bemühen.

08.06.09

Auf Klopfers Web Gefunden
(Ich weis, ich bin Spät dran... aber der Jung stellt seine Updates leider so unregelmäßig ein, das ich nur noch im Monatstakt vorbeischaue... -.-)

Die Lüge von der Politikverdrossenheit

Der Klageruf von Politikern, Medien und älteren Mitbürgern ist ein Dauerbrenner: „Die Jugend interessiert sich ja nicht für Politik!“ Dieser Stoßseufzer ist wohl eher von Überheblichkeit und Ignoranz motiviert als von ehrlicher Sorge um das Politikverständnis unserer Jugend – das Gerede von der Politikverdrossenheit soll wohl ausdrücken: „Wenn die Jugend sich für Politik interessieren würde, dann wäre sie nicht so oft anderer Meinung – WIR sind ja schließlich viel informierter und haben deswegen die richtige Überzeugung.“

Meine Erfahrung als Webmaster einer vornehmlich von Jugendlichen besuchten Website ist vollkommen anders. Jugendliche sind sehr an Politik interessiert. Sie beobachten aufmerksam, was passiert, und wenn man ihnen die Möglichkeit gibt, ungezwungen Fragen zu stellen, so nehmen sie diese Möglichkeit dankbar an, um politische Sachverhalte, Probleme und Konflikte besser verstehen zu können. Im Vergleich zu Menschen, für die das Berufsleben zu einem alltäglichen Trott geworden ist, besitzen Jugendliche noch eine gesunde Skepsis, und wenngleich diese Skepsis gelegentlich in Verschwörungstheorien ausufert, so ist das Hinterfragen der Motive und Handlungen unserer politischen Elite doch ein Grundpfeiler unserer demokratischen Gesellschaft. Die jugendliche Politikverdrossenheit ist ein Mythos.

Kein Mythos ist aber die jugendliche Verdrossenheit gegenüber Politikern. Und von ihrem Standpunkt aus könnte nichts verständlicher sein als das. Kinder und Jugendliche werden von der Politik gerne als Thema missbraucht, und oft ist der Hinweis auf den Schutz der Kinder ein Mittel, Kritik an umstrittenen politischen Vorhaben zu diskreditieren. Doch kaum ein Politiker macht sich die Mühe, die Kinder und Jugendlichen tatsächlich als Menschen mit eigenen Ansichten, Vorstellungen und Erwartungen an die Zukunft zu sehen. Viel häufiger bekommen Jugendliche den Eindruck, dass ihnen die Politiker nicht über den Weg trauen.

Das konnte man beim Massenmord von Winnenden gut beobachten: Schon am selben Tag flammte die Diskussion über „Killerspiele“ auf, die für Millionen Jugendliche eine harmlose Freizeitbeschäftigung sind, deren Schilderung in der Medienberichterstattung der nichtinformierten Öffentlichkeit aber nur den Eindruck vermitteln konnte, dass diese Computerspiele binnen weniger Wochen aus gesunden, ausgeglichenen Kindern emotional abgestumpfte Killermaschinen machen würden.

Anfang April erschoss ein Sechzigjähriger seine Schwägerin in einem Landshuter Gerichtssaal und tötete sich dann selbst. Hier suchten weder Medien noch die Politik schnelle Antworten im Medienkonsum des Täters. Als aber wenige Tage später eine Familie in Baden-Württemberg erschossen aufgefunden wurde und der 18-jährige Sohn und sein Freund als dringend Tatverdächtige festgenommen wurden, konnte sich N24 den Hinweis nicht verkneifen, dass die Polizei den Computer des Sohnes beschlagnahmt habe und noch nicht bekannt sei, ob Gewaltspiele auf dem Rechner wären. Das war keine Nachricht – jemand gab sich die Mühe zu betonen, etwas nicht zu wissen, aber auf eine Weise, die eine Verbindung zwischen der Tat und Computerspielen implizierte. Mit Journalismus hat das nichts zu tun.

Für Jugendliche ist die Aussage der Medien daher klar: Wenn Erwachsene durchdrehen, ist das eine durch psychische Probleme begründete Tragödie, die sich leider nicht vermeiden ließ. Wenn Jugendliche durchdrehen, dann stehen Computerspiele dahinter, die man verbieten müsste. Die Möglichkeit, dass auch Jugendliche begründeten psychischen Stress erleiden könnten, der labile Personen zu Gewalttaten treiben könnte, wird in der öffentlichen Diskussion gerne von der Debatte um Killerspielverbote überlagert. Jugendliche können sich so nicht ernst genommen fühlen. Dass in Deutschland das schärfste Jugendschutzrecht der Welt gilt, trägt ebenfalls nicht zur Vertrauensbildung bei – anscheinend traut man im Rest der Welt Eltern und ihren Kindern eher zu, mit dem Medienkonsum verantwortungsvoll umzugehen, ohne dass sich der Staat zu sehr einmischt. Jeder Erwachsene in Deutschland müsste sich kopfschüttelnd fragen, wie er es nur ohne die Zensurbemühungen des Staates geschafft hat, gesund die Volljährigkeit zu erleben, wo doch anscheinend überall Gefahren für die zarte Kinderseele lauern.

Wenn man die Politiker fragte, ob sie denn selbst mal die von ihnen so verachteten Killerspiele gespielt hätten, so wurde schnell klar, dass unsere Volksvertreter nur mit zweifelhaften Informationen aus zweiter oder dritter Hand agierten und sich nie dazu herabgelassen haben, tatsächlich einmal anzuschauen, was da eigentlich verboten werden soll. Der bayerische Innenminister konnte nur so bar jeder Sachkenntnis diese Computerspiele mit Kinderpornografie gleichsetzen – womit er die Computerspieler und Hersteller auf eine Stufe mit Pädophilen und Kinderschändern stellte. Bei der jüngeren Generation bis 30 Jahren, die mit Computerspielen aufwuchs, kann man so keine Popularität erlangen; vielmehr verliert man bei diesen Menschen sämtliche politische Glaubwürdigkeit. Dass Schützenvereine auch beleidigt reagieren würden, wenn man ihre Vereinstätigkeit auf eine Stufe mit dem Vergewaltigen von Kindern stellte, liegt auf der Hand – auf die Befindlichkeiten der jungen Menschen nimmt die Politik hingegen offenbar keine Rücksicht. Dass nicht wenige der Politiker und Bedenkenträger selbst in ihrer Jugend gegen das Unverständnis ihrer Elterngeneration für Rock’n’Roll und freie Liebe aufbegehrten und sich heute wohl nicht mehr daran erinnern können oder wollen, verleiht diesem Konflikt zwischen Jung und Alt eine tragische Ironie.

Eine ähnliche Unbedarftheit zeigt die Politik auch im Umgang mit dem Internet. Unser ehemaliger Bundeswirtschafts- und Technologieminister Michael Glos erzählte von „Leuten, die das Internet für mich bedienen“. Und genauso wird auch Politik mit dem Internet gemacht. Man bekommt nicht den Eindruck, dass diese Leute tatsächlich selbst wüssten, wovon sie reden. Die Junge Union fordert nun mit Rückendeckung der Parteiführung, vor die Registrierung bei Videoseiten wie Youtube eine Ausweisüberprüfung zu stellen, und erweckt in ihrer Begründung den Eindruck, als wenn Youtube ein riesiges Reservoir an Gewaltvideos mit dem einzigen Zweck wäre, sich zu Straftaten zu verabreden. Der Wahrheitsgehalt dieser Aussage ist ähnlich zweifelhaft wie das Gerücht, dass sich viele Jungen im Teenageralter zum Gruppenmasturbieren träfen.

Auch die äußerst fruchtbare Ursula von der Leyen ist zu einem beträchtlichen Teil für die Skepsis der Jugendlichen verantwortlich. Mit ihrer Sperre von Internetseiten wollte sie vorgeblich die Verbreitung von Kinderpornographie behindern, doch Experten bezweifeln nahezu alle Aussagen des Familienministeriums, mit denen diese Sperren gerechtfertigt werden sollen. Von der technischen Wirksamkeit über die fragwürdige Behauptung über eine Kinderpornoindustrie im Netz bis zu der verfassungsrechtlich bedenklichen Aufstellung einer staatlichen Sperrliste für Webseiten ohne Möglichkeit einer unabhängigen Kontrolle: Alle Bedenken werden – teilweise mit persönlichen Angriffen – beiseite gewischt, ohne auf diese Fragen inhaltlich einzugehen. Diese Art des Umgangs mit Kritik und das beharrliche Ignorieren der Expertenmeinungen wirken vermutlich selbst auf Jugendliche erschreckend kindisch – erschreckend nicht zuletzt deswegen, weil die Auswirkungen derartiger Regelungen auf die demokratischen Freiheitsrechte das zukünftige Leben der jungen Menschen in diesem Land beeinflussen. Es geht um ihre Zukunft, doch gestalten dürfen sie sie noch nicht selbst. Dass es nebenbei auch um die Zukunft unseres Landes geht und die Politik eigentlich alles tun sollte, um die Möglichkeiten neuer Medien auszuschöpfen und uns eine faire Chance im internationalen Wettbewerb zu sichern, anstatt ihnen mit Argwohn und Angst zu begegnen, scheint im verkrusteten Denken der Mandatsträger ebenfalls keinen Platz zu haben.

Die Sperre von Internetseiten gehört zu einer langen Reihe von Gesetzesvorhaben, die die Abwehrrechte der Bürger dem Staat gegenüber aushöhlen, insbesondere das Recht der Bürger, den Staat nicht alles wissen zu lassen. Die Speicherung von Verbindungsdaten von Handys und Internetanschlüssen und die Möglichkeit der heimlichen Durchsuchung von PCs durch das Bundeskriminalamt interessieren viele ältere Mitbürger nicht – für sie haben Computer und das Internet tendenziell eher wenig Einzug in ihr Privatleben gehalten. Für die junge Generation der unter 30-Jährigen sieht das ganz anders aus: Das Internet ist ein zentrales Kommunikationsmedium, der PC ein Gerät, in dem man persönliche Gedanken, Fotos und Videos abspeichert. Der Schutz der neuen Technologien vor dem Zugriff des Staates ist für Menschen, die mit diesen Medien aufgewachsen sind, ebenso wichtig für den Erhalt der Privatsphäre wie das Postgeheimnis oder die Unverletzlichkeit der Wohnung.

Das Vertrauen in die Politiker wird weiterhin geschädigt durch den Umgang mit dem Bundesverfassungsgericht, welches immer wieder offen verfassungswidrige Gesetzesvorhaben einkassiert. Als die Karlsruher Richter den Wunsch des Innenministers zunichte machten, entführte Flugzeuge abschießen zu dürfen, und dabei Artikel 1 des Grundgesetzes zitierten, reagierte Wolfgang Schäuble äußerst verschnupft, sprach dem Gericht die Kompetenz ab und kündigte sogar an, die Verfassung notfalls zu ändern – obwohl ihm als Verfassungsminister klar sein sollte, dass Artikel 1 unseres Grundgesetzes eine Ewigkeitsgarantie genießt und überhaupt nicht geändert werden darf. Heutige Jugendliche sind zu jung, um sich an die Verwicklung Schäubles im CDU-Spendenskandal erinnern zu können, aber mit seinem heutigen Verhalten stellt er sich ebenfalls nicht als gesetzestreuer Amtsträger mit ausgeprägtem Pflichtbewusstsein dar, sondern vielmehr als jemand, der dem Staat die Möglichkeit einräumen möchte, zum Wohle des Volkes unschuldige Bürger zu töten.

Und auch Koalitionspartner kommen in der öffentlichen Meinung der Jugendlichen und der meisten Twens nicht gut weg, insbesondere wenn sie wie die SPD bei umstrittenen Gesetzesvorlagen zunächst ihren Widerstand ankündigen und nach wenigen Wochen „mit Bauchschmerzen“ doch zustimmen. Die Ideale zu verraten, für die man angeblich einstehen wollte, sollte eigentlich bei jedem Menschen für Abscheu sorgen.

Nun sollte klar sein, warum die junge Generation nichts von unseren Politikern hält. Die Politiker trauen Jugendlichen nichts zu und verunglimpfen deren Freizeitbeschäftigungen, sie hören nicht auf Leute, die es besser wissen, und sie halten sich nicht an die wichtigsten Gesetze oder an moralische Prinzipien. Man weiß manchmal nicht, ob sie wirklich ahnungslos sind oder einfach nur lügen, um Unsinn anzustellen. Meine Mutter hat mir beigebracht, mit solchen Leuten nicht zu verkehren. Ich glaube, der Jugend geht’s genauso.

(April/Mai 2009)

30.05.09

Werbespot der Piraten



Ich find den "Schaublon" am Ende ja Herzallerputzigst devilish

Oh, ich bin übrigens demnächst höchst öffentlich Mitglied bei den Piraten, der Autoaufkleber ist bereits eingetroffen, der Antrag auf Aufnahme ist in der Post.

18.05.09

Europawahl 2009/Bundestagswahl 2009


Piratenpartei

Autor: Leo und Jürgen Matern


Piratenpartei


Ich mag mein Hirn. Ich wähl Piraten.

 

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Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

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